In einer Gemeinde im Landkreis Augsburg hat eine Familie jüngst ihr neues Zuhause bezogen: eine Doppelhaushälfte mit 150 Quadratmetern Wohnfläche, errichtet nach dem Passivhaus-Standard und deshalb gefördert von BenG e. V.
Der Passivhaus-Nachweis nach PHPP-Verfahren bestätigt, was von außen nicht sofort sichtbar ist: Mit einem Heizwärmebedarf von nur 17 kWh/(m²a) und einer Heizlast von 11 W/m² kommt das Haus mit einem Bruchteil der Energie aus, die ein konventioneller Neubau benötigt. Der Drucktest ergab einen Luftwechsel n50 von 0,5 1/h – ein Wert, der die Anforderungen an eine luftdichte Gebäudehülle deutlich übertrifft. Für Wärme und frische Luft sorgt eine Lüftungsanlage mit Wärmetauscher in Kombination mit Elektroradiatoren in den einzelnen Räumen, während eine Warmwasser-Wärmepumpe die Brauchwassererwärmung übernimmt. Zusätzlich ist das Gebäude nach dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) zertifiziert.
„Für uns war wichtig, dass wir mit einem lokalen Bauträger bauen, der alle seine Gewerke in der Umgebung hat. Somit haben wir die Ansprechpartner alle vor Ort", ezählt die Bauherrin. Geplant wurde das Haus vom Planungsbüro Arpla, umgesetzt von der Augsburger Holzhaus GmbH, energetisch begleitet durch das Ingenieurbüro Ranzmeyer – alle drei mit Sitz in der Region Augsburg. Auch beim Grundriss wurde bewusst geplant: ein barrierefreies Erdgeschoss mit ebenerdigem Eingang sowie drei statt der üblichen zwei Kinderzimmer im Obergeschoss.